Reisetagebuch der Gedenkstättenfahrt nach Krakau vom 20.04. bis 24.0.4.2026

Am Montagmorgen trafen wir uns um 6.45 Uhr an der Schule. Nach der Kontrolle der Ausweispapiere fuhren wir in Fahrgemeinschaften zum Flughafen Düsseldorf. Dort ging es sofort zum Check in. Für manche Schüler war es der erste Flug, daher waren einige doch ein wenig aufgeregt und sehr gespannt. Aber alle hatten gute Laune, es war eine gute Stimmung.

Nach der Landung in Krakau erwartete uns ein Bus, der uns zum Hostel brachte. Dort wurden die Zimmer bezogen und die Koffer ausgepackt. Danach liefen wir gemeinsam in die Stadt . Der erste Weg ging in die Wechselstube. In Kleingruppen durften wir alleine weiter Zeit in Krakau verbringen. Für die meistens von uns bedeutete das: Erst mal essen . Gemeinsam ging es später zurück zum Hostel.

Am nächsten Morgen hatten wir eine Stadtführung in Krakau. Während dieser Führung sahen wir einige ehemalige Synagogen, die heute teilweise als Museum genutzt werden. Im jüdischen Viertel war es besonders das jüdische Ghetto zu dem uns etwas erklärt wurde. Aber auch viele andere Sehenswürdigkeiten wurden uns gezeigt. Danach teilte die Gruppe sich wieder und wir konnten die freie Zeit individuell nutzen. Abends trafen wir uns alle gemeinsam zur Besprechung des Programms für den nächsten Tag. Später trafen wir uns in unseren Zimmern , erzählten und lachten viel. Dadurch wurde die Gemeinschaft untereinander gestärkt. 

Mittwochmorgen nach dem Frühstück brachte uns ein Bus in ungefähr einstündiger Fahrt nach Auschwitz. Nach dem Erhalt der Tickets und nach der Sicherheitskontrolle trafen wir unsere Dolmetscherin und den Tour Guide. Es begann eine ca. dreistündige Führung.

Zuerst schauten wir einen informativen Film. Beim Rundgang durch das Gelände wurde uns sehr viel erklärt. Wir liefen vorbei an Baracken, die von außen wie eine Wohnsiedlung aussehen. Die nachgebauten Gebäude, die Gaskammer und das Krematorium, verursachten Gänsehautfeeling. Bei allen war eine angespannte bedrückte Stimmung. Während der Führung war es mucksmäuschenstill in unserer Gruppe. Alle begegneten diesem Ort mit großem Respekt.

Zurück in der Stadt machten wir noch einen Spaziergang am Schloss vorbei. Während der anschließenden Freizeit wurde zum Ausgleich aber wieder viel gelacht. Abends gab es im Hostel noch eine Besprechung, wo jeder seine Gedanken und Gefühle äußern konnte. 

Donnerstag brachte uns wieder ein Bus ins Lager. An diesem Tag waren wir mehr draußen. Wir erfuhren wie die Juden in den Waggons transportiert wurden und wie sie nach der Ankunft dort in die Gruppen „arbeitsfähig“ und „nicht arbeitsfähig“ eingeteilt wurden. Die Wachtürme, die Stacheldrahtzäune, die Rampe, die Ruinen der Gaskammer und Krematorien — all das zu sehen, bewegte uns alle sehr. Besonders bedrückend war die Kinderbaracke und der Vorbereitungsraum in dem die Haare abrasiert wurden.

In einem Workshop haben wir mit Informationsmaterial Überlebender gearbeitet.

Nach einer kurzen Freizeit fand in einem Restaurant ein gemeinsames Essen statt. Es gab überwiegend polnische Gerichte, die uns allen gut geschmeckt haben. Dieses gemeinsame Essen hat uns allen gut getan.

Die begleitenden Lehrerinnen Frau Heubach, Frau Lewandowski und Frau Wagener achteten während der gesamten Fahrt darauf, dass wir immer ausreichend Zeit für einen guten Ausgleich hatten.

Auch am Rückreisetag gab es noch einige lustige Begebenheiten.

Eine erlebnisreiche Bildungsfahrt mit zahlreichen bleibenden Erinnerungen ging am Freitag leider viel zu schnell zu Ende.

Ein Bericht von Anna Boekholt (9c)